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Graffiti

Graffiti stammt von dem italiienischen Wort graffito und bedeutet "mit dem Griffel kratzen". Es ist der Plural (Mehrzahl). Der Singular (Einzahl) Graffito ist im Deutschen unüblich, so dass häufig von einem Graffiti statt Graffito gesprochen wird. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Plural Graffitis verwendet.

Also Vorläufer der Graffiti gilt der Schriftzug "Kyselak". Dieser Schriftzug wurde nach dem Österreicher Joseph Kyselak benannt, der im 18. Jahrhundert auf Grund einer Wette an alle möglichen und unmöglichen Stellen schrieb.

Der Satz "Kilroy was here" ist ein weiterer Vorläufer der Graffiti. Er wurde im Zweiten Weltkrieg von US-Soldaten an die unmöglichsten Stellen geschrieben.

Graffiti entstanden in den 1970ern in New York. Es wird erzählt, dass ein griechischstämmiger Botenjunge während seiner Botengänge durch die Stadt sein Pseudonym TAKI183 an Wände und Mauern schrieb. Die New York Times veröffentlichte einen Artikel über das Faible dieses Jungen. Dieser Artikel animierte diverse Nachahmer - das Tagging war geboren. Es verbreitete sich rasch in der ganzen Stadt. Anfangs genügte ein Marker oder Filzstift. Doch bald wurde die Sprühdose entdeckt. Verschiedenste Techniken und Stile wurden entwickelt. Die Graffiti wurden zunehmend auffälliger und waren nun auch über New Yorks Grenzen hinaus populär. In den 1980ern gelangten die Graffiti durch die Filme Wild Style, Beat Street und Style Wars in den europäischen Kulturraum und fanden dort begeisterte Anhänger. Mitte der 1980er war die Graffiti-Szene in allen europäischen Großstädten verbreitet. Mitglieder der Szene (Writer), die mit Beginn der Bewegung in Europa aktiv wurden, werden heute als Old School (alte Schule) bezeichnet.

Es gibt verschiedene Motivationen der Sprayer, wie zum Beispiel Streben nach eigener Verbesserung, Fortschritte machen, Abschalten vom Alltag, Kreativität, Gruppengefühl, Ruhm (englisch: Fame), Lebenssinn oder Selbstverwirklichung.

Graffiti von casy 1996 in Hamburg City.

 
 
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